DIE ZWEITÄLTESTE MOSCHEE ÄGYPTENS
IBN TULUN MOSCHEE
Eine historische Moschee – 876-79 wurde die Ibn Tulun Moschee vom gleichnamigen Gründer der Tuluniden-Dynastie erbaut, am Widderhügel, wo der Legende nach Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte. Die Moschee, die einer Festungsanlage mehr ähnelte als einem Gotteshaus ist ein Klassiker der Moscheen-Baukunst und fasziniert durch ihre Schlichtheit und ihre Weitläufigkeit.
Die Moschee, die er bauen lies, war so groß, daß sie alle Bewohner der umliegenden Stadt aufnehmen konnte, um das rituelle Gebet zu verrichten. Nach der Amr Moschee ist sie die zweitälteste Moschee Ägyptens. Die klassische Hof-Moschee hat einen großen, offenen Innenhof, der mit Säulengängen umgeben ist. In der Mitte des Hofes befindet sich der Reinigungsbrunnen. Die Ibn Tulun Moschee mit dem kuppelüberwölbten Brunnenhaus für die rituellen Waschungen im Zentrum gilt als älteste, völlig erhaltene Moschee Kairos, die immer noch die Gläubigen zum Gebet ruft. Eine Besonderheit ist das spiralförmige Minarett.
Ahmad Ibn Tulun (*835, † 884) war der Begründer der türkischen Tuluniden-Dynastie in Ägypten und regierte von 868 bis 884 als Stadthalter Ägyptens. Er starb im März 884. Seine Bedeutung ist vor allem darin zu sehen, dass Ägypten unter ihm, erstmals seit den Ptolemäern, ein unabhängiges Reich wurde. Ahmad war ein großer Freund der Kochkunst; viele überlieferte ägyptische Gerichte und Gewürzmischungen sollen durch ihn selbst kreiert worden sein.
HISTORISCHE MOSCHEE
MUHAMMAD ALI-MOSCHEE
Von einem Arkaden umkränzten Hof betritt man den Innenraum der Moschee mit ihren Alabaster verkleideten Wänden. Eine 52 m hohe mit Gold verzierte Kuppel überkrönt das mit dicken Teppichen ausgelegte Innere, dazu vier kleinere Kuppeln in den Ecken und vier Halbkuppeln über den Seiten. Ursprünglich dienten Öllampen der Beleuchtung, aber diese befinden sich mittlerweile im Museum und wurden durch elektrische Leuchten ersetzt. Die eigenwillige Übernahme europäisch-barocker Dekorationselemente wie Blumengirlanden und Sonnensymbole belegen Muhammad Ali`s Vorliebe für französische Prachtentfaltung.
Die beiden schlanken Minarette der Muhammad-Ali-Moschee haben eine Höhe von 82 m. Der Uhrturm im Hof ist ein Geschenk des französischen Königs Louis Philippe an Mohammed Ali zum Dank für den Obelisken aus Luxor, der heute auf der Place de la Concorde in Paris steht. 1849, 19 Jahre nach Baubeginn, aber noch vor Vollendung der Moschee, verstarb Muhammad Ali. Sein Grab befindet sich an der rechten Westseite der Gebetshalle, hinter einem vergitterten Bronzegitter. Hinter der Moschee liegt der 87m tiefe Josephsbrunnen, der an Salah el-Din erinnert.
HAREMSPALAST VON MUHAMMAD ALI
Nördlich der Moschee des el-Nasir, durch das Tor Bab el-Qulla: In den drei Flügeln des Palastes residierte die Familie des Mohammed Ali`s bis 1874, als der Khedive Ismail den Regierungssitz in den Abdin-Palast verlegte. 1946 wurde hier das Militärmuseum (Harem Palace Military Museum) eingerichtet. Während der Museumsbesichtigung (Waffensammlungen und Beutestücke aus den Kriegen mit Israel) lohnt es sich einen Blick in das ehemalige Hamam im mittleren Flügel zu werfen, das ganz mit Alabaster ausgekleidet ist und einen guten Einblick verschafft auf den Prunk zu Ali`s Zeiten.
WAHRZEICHEN DER STADT
Die Muhammad-Ali-Moschee, auch Alabstermoschee genannt, ist das dominierende, gewaltige Bauwerk der Zitadelle.




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