KAIROS GEBETSSTÄTTEN – DIE VIELFALT DES ORIENTS GANZ NAH ERLEBEN
Ein unverwechselbares Geräusch: Der Muezzin ruft die Gläubigen vom Minarett aus zum Gebet. Moscheen, in denen Ägypter zusammenkommen und beten, bilden sozusagen das Herz einer jeden Stadt. Die berühmteste, die Al-Azhar-Moschee, liegt in der Innenstadt von Kairo, das zu Recht als „die Stadt der tausend Minarette“ gilt. Die Altstadt von Kairo wurde in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.
Sie erstreckt sich auf einer Länge von 1,5 km vom Stadttor Bab Al-Futuh bis zum Bab Zuweila mit der El Rifa’i Moschee, Ahmad Ibn Tulun Moschee, der Zitadelle, Sultan-Hassan-Moschee und Alabastermoschee.
“DIE BLÜHENDE” UND UNIVERSITÄT
AL-AZHAR MOSCHEE
Sie ist gut an ihrem von Sultan El-Ghuri gestifteten Minarett mit den Zwillingstürmchen (Kait Bey) über den prachtvollen Haupteingang, dem “Tor der Barbiere” (Bab el- Mauzaynin), zu erkennen. Der immer wieder veränderte Komplex umfasst heute sechs Eingangstore und fünf Minarette.
Die Namen der Tore beschreiben ihre früheren Funktionen, so wurde z.B. im “Suppentor” an die arme Bevölkerung Kairos Suppe ausgeteilt.
Der große Innenhof umaßt 48 x 34 m und der östlich gelegene Gebetssaal ( 80×50 m) nimmt eine noch größere Fläche ein. Dieser neunschiffige Saal diente früher auch als Lehrsaal. Im Norden der Moschee trifft man auf das Grab von Gohar Kunku Bey.
Tipp für Euch!
– Die Altstadtachse zwischen dem Stadttor Bab Al-Futuh und der Sharia Al-Azahr ist alles ein Freilichtmuseum für islamische Baukunst. Hier könnt ihr fast alle Moscheen kostenlos besichtigen.
– Islamische Gotteshäuser dürfen in aller Regel nur Barfuß oder mit Socken betreten werden. Am Eingang gibt es daher meist Schließfächer fürs Schuhwerk.
– Moschee als auch Universität haben im ägyptischen Islamismus eine zentrale historische, aber auch religiöse Bedeutung. Daher zieren deren Hof und Minarette die 5 Pfund Note.
Minarettstürmer
Das Minarett des Kait Bey und das des El-Ghuri darf man gegen Bakschisch besteigen und genießt von dort oben einen prachtvollen Blick über das Häuser- und Gassengewirr des islamischen Kairos. Grundsätzlich kosten religiöse Bauwerke wie Moscheen, die noch in Benutzung, d.h. nicht museal sind, seit 2001 keinen Eintritt. Schlaue Gauner am Eingang nutzen die Unsicherheit von Touristen und verlangen z.B. für das Abstellen der Schuhe den ehemaligen Eintrittspreis oder verkaufen sogar selbst gedruckte Tickets.
TIPP: Wenn man der Sharia el-Muizz nach Süden folgt, gelangt man zu dem Gewürzbasar und zu den Hutmachern, die hier seit dem Mittelalter ihrem Gewerbe nachgehen.
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Tickets
Die ägyptische Antikenbehörde hat im Juni 2023 bekanntgegeben, dass Tickets für Sehenswürdigkeiten zukünftig nur noch online oder vor Ort an Ticketautomaten nur mit Kreditkarte bezahlt werden können. Barzahlung ist nicht mehr möglich. Dies gilt bereits für die Pyramiden, das Ägyptische Museum in Kairo, die Kairoer Zitadelle, Edfu, Kom Ombo, in Assuan sowie in Abu Simbel und sukzessive für alle übrigen Monumente. Buchung unter https://egymonuments.com/locations











