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Gayer-Anderson-Museum
Neben der Ibn Tulun Moschee.
Ein Muss für alle, die sich für traditionelle arabische Wohnkultur interessieren ist das Gayer Anderson Museum. Der Brite Gayer Anderson (1881-1945) hat die Wohnhäuser in den 1930er Jahren gekauft und zur Heimat für seine Privatsammlung gemacht. Es zeigt die Architektur des orientalischen Hauses. Das Museum besteht aus zwei benachbarten und durch eine Brücke im zweiten Stock verbundenen Wohnhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert, dem Beit el-Kirītlīya („Haus der Kreterin“) und dem Haus der Amina Bint Sālim, die sich beide unmittelbar südlich der Moschee des Aḥmad ibn Ṭūlūn befinden. Beide Häuser wurden vom seit 1907 in Ägypten lebenden englischen Major Gayer Anderson erworben, restauriert und 1942 dem ägyptischen Staat vermacht. Die Häuser im osmanischen Stil beeindrucken durch den Innenhof mit Brunnen, den Empfangssaal, seinen Dachgarten und seine Fenster, die mit Maschrabiyen verkleidet sind. Zum anderen durch sein Mobiliar und seine Sammlungen z. B. in der Bibliothek, in den Arbeits-, Wohn- und Schlafzimmern. Zur Sammlung gehören pharaonische, islamische und asiatische Antiquitäten, darunter Skulpturen, Särge, Vasen, Möbel, Wandteppiche und Geschirr. Das Haus ist im James-Bond-Film „Der Spion der mich liebte“ zu sehen. Eintrittspreise schließen ggf. auch den Eintritt in die Ibn-Tulun-Moschee mit ein.
Die Häuser sind reich mit Möbeln jener Zeit ausgestattet. Das größere der Patriziergebäude (Bait al-Kretliya), ein hervorragendes Beispiel für das Leben wohlhabender Kaufleute in Ägypten während des 17. Jahrhunderts, wurde von Mohamed Ibn Ghalman Al-Gazzr erbaut, bevor es später einer muslimischen Frau aus Kreta gehörte, die dem Haus den Namen gab Bait al-Kretliya, „Haus der kretischen Frau“. Gayer-Anderson, ein Reisender und Liebhaber der orientalischen und ägyptischen Kultur, sammelte viele verschiedene Gegenstände aus verschiedenen historischen Epochen und füllte das Haus mit einer seltenen Sammlung orientalischer Möbel, Teppiche, Seidenstoffe, Glaswaren und Kristalle aus Ägypten, der Türkei, China und Syrien. Nach seinem Tod 1945 vermachte Gayer-Anderson das Haus zusammen mit den Schätzen der ägyptischen Regierung.

Mahmoud Khalil Museum
Nahe Cairo Sheraton. Sammlung mit einer hervorragenden Kollektion impressionistischer Maler wie van Gogh, Renoir oder Gauguin.
Das Museum beherbergt über 200 Werke.

KAIRO – DIE WICHTIGSTEN SEHENSWÜRDIGKEITEN DER HAUPTSTADT
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Museum für Islamische Kunst
Das Museum beherbergt Zeugnisse aus Ägypten und Arabien (Einrichtungsgegenstände aus Moscheen und Wohnhäusern, Türen, Lampen usw., Gefäße, Textilien. Manuskripte; Holz-, Keramik, Fayence- und Metallarbeiten, Teppiche u. v. m.). Geöffnet: Sa–Do 9:00–17:00; Fr 9:00–11:30, 13:30–17:00. Preis: LE 340 (Ausländer), LE 170 (ausländische Studierende), LE 20 (Araber), LE 10 (arabische Studierende), kostenlos (Senioren ab 60, Ägypter); Stand 12/2023. Das Kameraticket kostet LE 50, Smartphones sind frei (Stand 6/2023).
Umfassendste Sammlung islamischer Kunst der Welt. Da den Künstlern die Darstellung von Menschen aus religiösen Gründen verboten war, haben sie sich auf Ornamente und Kalligraphie spezialisiert. Das 1880, von dem deutschen Gelehrten und Architekten Franz Pascha gegründete und 1903 in das aktuelle Gebäude am Ahmed Maher-Platz umgesiedelte Islamische Museum beherbergt hier eine der wichtigsten Sammlungen islamischer Kunst. In 23 Sälen zeigt es um die 70 000 Exponate aus allen Epochen, z.B. Moscheemobiliar, wertvollen Koranausgaben, Manuskripten etc.. Wer tiefer in die islamische Kunst eindringen will, bekommt hier einen nahezu geschlossenen Überblick. Die anderen Säle sind bestimmten Themen wie Holz-, Keramik-, Metallarbeiten und Textilien gewidmet.
Beit el-Umma
Das Museum beherbergt Zeugnisse aus Ägypten und Arabien (Einrichtungsgegenstände aus Moscheen und Wohnhäusern, Türen, Lampen usw., Gefäße, Textilien. Manuskripte; Holz-, Keramik, Fayence- und Metallarbeiten, Teppiche u. v. m.). Geöffnet: Sa–Do 9:00–17:00; Fr 9:00–11:30, 13:30–17:00. Preis: LE 340 (Ausländer), LE 170 (ausländische Studierende), LE 20 (Araber), LE 10 (arabische Studierende), kostenlos (Senioren ab 60, Ägypter); Stand 12/2023. Das Kameraticket kostet LE 50, Smartphones sind frei (Stand 6/2023).

Ägyptische Nationalbibliothek
Corniche el Nil, Kairo.
Die Nationalbibliothek stellt mittelalterliche Meisterwerke des islamischen Schrifttums aus, die Erläuterungen sind leider nur in arabischer Schrift.
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Tickets
Die ägyptische Antikenbehörde hat im Juni 2023 bekanntgegeben, dass Tickets für Sehenswürdigkeiten zukünftig nur noch online oder vor Ort an Ticketautomaten nur mit Kreditkarte bezahlt werden können. Barzahlung ist nicht mehr möglich. Dies gilt bereits für die Pyramiden, das Ägyptische Museum in Kairo, die Kairoer Zitadelle, Edfu, Kom Ombo, in Assuan sowie in Abu Simbel und sukzessive für alle übrigen Monumente. Buchung unter https://egymonuments.com/locations


